Jesus Christus an die erste Stelle unseres Denkens und Handelns stellen

Von Christian Link

©Andreas Olbrich

Eine Theologie, die wie die Calvins ihr Profil in der Zeit aktueller Verfolgung ihrer Anhänger gewinnt, die zur Scheidung von Lüge und Wahrheit aufruft und den Preis des von ihr geforderten Bekennens kennt, die angesichts der beginnenden Gegenreformation dem neuen Glauben das intellektuelle Rüstzeug im Streit mit der römischen Kirche bereitstellt und doch an der unvermeidlichen Kirchenspaltung wie an einer Ehescheidung leidet: eine solche Theologie kann ihren Zeitbezug nicht verleugnen. Auch wenn sie wie kaum eine zweite von der Schärfe des Arguments lebt, spürt man ihr die engagierte Sorge um die Integrität der Gemeinden ab, für die sie sich verantwortlich weiß. Das gilt insbesondere für das neu entdeckte Zentrum der Reformation, ihr Christuszeugnis. In der Auseinandersetzung um den Weg der Kirche gewinnt es seinen klarsten Ausdruck ...

Christian Link, Professor am Lehrstuhl für Dogmatik, Ruhruniversität Bochum

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Von Christian Link

Ein Beitrag in zeitzeichen, Januar 2009. Online veröffentlicht auf http://zeitzeichen.net/archiv/