Ständig neue Beiträge:

Link zu Fehlurteilen, Verdrehungen, Ueble Nachreden

Link zu Der Calvin zum Sonntag

Calvin-Predigten

Johannes Calvin und die Todesstrafe

Ein dunkles Kapitel in der Biografie des Reformators

Hat Johannes Calvin den Tod Michael Servets auf dem Scheiterhaufen zu verantworten?

Calvin war am Prozess gegen den Arzt und Theologen Michael Servet beteiligt. Er hat auch die Todesstrafe für Ketzer grundsätzlich befürwortet. Dies ist verwunderlich, weil viele seiner Anhänger - auch schon zu seinen Lebzeiten - eben dieses Schicksal erleiden mussten. Schlussfolgerungen wie die des Autors Stefan Zweig, der Calvin mit Hitler verglich, sind aber überzogen. Sie blenden die Umstände der damaligen Zeit wie auch Fakten aus dem Fall Servet aus.

Die Rolle Calvins bei der Verurteilung und Hinrichtung des spanischen Ketzers

Der Streit um Michael Servet ist der bedeutendste Konflikt Calvins in Genf. Gelegentlich wird er so geschildert, dass Calvin sich mit Hilfe des Rates eines unbequemen Gegners entledigt habe und so seine Grausamkeit und Härte offenkundig werde. Das aber ist zu einfach. Deshalb wird hier der Streit etwas ausführlicher dargestellt. Von Georg Plasger
Am 26. Oktober 1553 verurteilte der Genfer Stadtrat Servet zum Tode, am 27. Oktober wurde er als ''Ketzer'' auf dem Scheiterhaufen verbrannt.

Der bereits in Vienne zum Tode verurteilte Servet flüchtete nach Genf. Der Genfer Stadtrat nahm den Prozess gegen ihn auf. Im Oktober 2008 jährt sich der Tag der Verbrennung Servets zum 455. Mal. Reformiert-info erinnert an eine „offene Wunde“ in der Geschichte der reformierten Reformation.
Peinliche Fehlurteile: Kommentare zu Stefan Zweigs 'Castellio gegen Calvin. Ein Gewissen gegen die Gewalt'

Von der "unermesslichen Macht" Calvins, dem "Finsterling" und "Monstrum" ist die Rede in Kommentaren, die sich auf die Darstellung Calvins in dem Werk Stefan Zweigs beziehen. Wenigstens ein Textbeitrag sieht die Angelegenheit etwas differenzierter - leider auf englisch. Kategorie: Verwechselung von literarischer Fiktion und historischen Tatsachen.
Replik auf Gerd Lüdemann (FR 10.1.09) von Achim Detmers

Es ist zutreffend, wenn der Neutestamentler Gerd Lüdemann schreibt, dass die neutestamentlichen Kommentare des Genfer Reformators Johannes Calvin auch heute noch lesenswert sind. Was Lüdemann allerdings zur geschichtlichen Einordnung Calvins schreibt, bedarf der Korrektur.
FR-Artikel vom 10.1.2009 als PDF
Ein Kino im Kopf auf www.calvin.de

Szenen für einen Calvin-Spielfilm
von Achim Detmers

Eine Durchsicht der Schriften Servets zeigt: Er wertet den alttestamentlichen Gottesglauben und das zeitgenössische Judentum ab, selbst dort, wo er jüdische Anfragen an die christologische und trinitarische Vereinnahmung des Alten Testaments zu Rate zieht.
Die Anklagepunkte

Häufig ist zu lesen, Michael Servet sei in Genf wegen seiner antitrinitarischen Äußerungen hingerichtet worden. Das ist insofern nicht ganz zutreffend, weil Servet keineswegs 'Antitrinitarier' war, sondern vielmehr eine modalistisch-ökonomische Trinitätslehre vertrat. In der von Nicolas de la Fontaine vertretenen Anklage werden die Vorwürfe detailliert aufgeführt. Verurteilt wurde Servet in Genf, weil seine Ausfälle ge­gen die herrschende Trinitätslehre und die Kin­der­taufe als eine Gefährdung für den Bestand der christli­chen Gesellschaft ein­ge­schätzt wurden.
von Pastorin Kathrin Oxen, Bützow

''... Ein Funke von einem Scheiterhaufen hat das Loch in den Mantel Calvins gebrannt. Verbrannt und vernichtet werden sollten auf diesem Scheiterhaufen die Ideen Michel Servets...''