Calvin als Ausleger der Bibel

Von Prof. Dr. Ekkehard W. Stegemann, gehalten am 26. Februar 2009 in Basel

Öffentlicher Vortrag, gehalten am 26. Februar 2009 in Basel im Rahmen der Ringvorlesung „Calvin und die Wirkungen. Glaube gestaltet Gesellschaft“ der Theologischen Fakultät der Universität Basel, organisiert von Prof. Dr. Christoph Stückelberger und Prof. Dr. Reinhold Bernhardt, unterstützt vom Schweizerischen Evangelischen Kirchenbund

„Gott stellt allen Menschen ohne Ausnahme die Umrisse seines Wesens in der Schöpfung vor Augen. Aber es bedarf eines anderen und besseren Mittels, das uns zuverlässig zum Schöpfer der Welt weise“, nämlich die Heilige Schrift. ... „Die Schrift bringt unser sonst so verworrenes Wissen um Gott in die richtige Ordnung, zerstreut das Dunkel und zeigt uns deutlich den wahren Gott. Das ist gewisslich ein einzigartiges Geschenk Gottes: Er braucht zur Unterweisung seiner Kirche nicht bloß stumme Lehrmeister [die Schöpfungswerke], sondern öffnet selbst seinen heiligen Mund“ (Calvin, Institutio I,b,1).

Diese bekannte Stelle aus Calvins Institutio macht deutlich, dass der Genfer Reformator nicht damit rechnet, dass Gottes Geheimnis offen darliegt in der Schöpfung. Gott ist verborgen, geheimnisvoll – secret oder arcanus. Gott wirkt verborgen, unsichtbar. Alles hängt zwar von ihm ab. Nichts geschieht ohne ihn. Aber Gottes Macht wirkt verborgen (Oberman 184)“

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Quelle: www.calvin09.org