Wer war und wer ist Johannes Calvin?

Biografien und mehr ...

Über Calvin kursieren mehr Legenden als über jeden anderen Reformator. Die Wahrheit ist wie so oft differenzierter. Lesen Sie hier, was renommierte Forscher herausgefunden haben.
Texte und Buchtipps zu Lebensweg und Wirken des Theologen, Predigers, Gelehrten, Reformators, Seelsorgers, Sprachschöpfers

Biographisches in Kürze:
Calvin über sich selbst
Johannes Calvin (Jean Chauvin)
Ein Lebenslauf Calvins für den Konfirmandenunterricht

Von Ernst Stähelin

Veröffentlicht von R.L. Friderichs, 1863; digitalisiert von Google
Von Georg Plasger, Siegen

In zeitzeichen, Januar 2009 klärt Prof. Dr. Georg Plasger auf über Calvin und Genf jenseits der Vorurteile. Online auf: http://zeitzeichen.skileon.de/

Über eine weithin unbekannte Seite des Genfer Reformators. Von Paul Kluge, Magdeburg
Calvin als Seelsorger – das passt nicht in das verbreitete Bild des „Genfer Tyrannen“. Dabei ist Seelsorge ein wesentlicher Leitgedanke für Calvin, sein Seelsorgeverständnis seiner Zeit voraus und geradezu modern.

©Paul Kluge, Pfarrer i. R., Magdeburg
Eine Autobiografie im Vorwort aus dem Psalmenkommentar von 1557
Von Calvin selbst gibt es nur wenige Zeugnisse, in denen er Auskunft gibt, wie er selbst seinen Werdegang zum Reformator erlebt hat. Die wichtigste Passage aus dem Vorwort zum Psalmenkommentar drucken wir hier ab:

Achim Detmers
Von H. Diener-Wyss, Zürich
Eine Calvin-Biografie von 1904 - online auf www.glaubensstimme.de

Diener-Wyss, Calvin: ein aktengetreues Lebensbild (1904). pdf
Barbara Schenck
Die Rolle Calvins bei der Verurteilung und Hinrichtung des spanischen Ketzers
Der Streit um Michael Servet ist der bedeutendste Konflikt Calvins in Genf. Gelegentlich wird er so geschildert, dass Calvin sich mit Hilfe des Rates eines unbequemen Gegners entledigt habe und so seine Grausamkeit und Härte offenkundig werde. Das aber ist zu einfach. Deshalb wird hier der Streit etwas ausführlicher dargestellt. Von Georg Plasger

aus: reformiert-online / Prof. Dr. Georg Plasger
Von Rosine Lambin, München
''Ich bitte Sie, Herr Calvin, zu Gott zu beten, er möge Ihnen die Wahrheit zeigen …'' schrieb Renée de France am 21. März 1563. Die Prinzessin diskutierte kontrovers theologisch mit dem Reformator, wie mit den (katholischen) Feinden umzugehen sei. Die politisch mächtigen Frauen Frankreichs, mit denen Calvin systematisch Kontakt aufgenommen hatte, trieben die Reformation auf ihre Weise voran. Sie schützten und unterstützten Protestanten, weigerten sich aber, harsch gegen den Katholizismus vorzugehen, und mäßigten die radikale ''Missionsarbeit mancher kalvinistischer Pastoren''. Das machte die Reformation ''lebendig und menschlich''.

©Dr. Rosine Lambin, München
(1507-1549)
„Beste Lebensgefährtin“ und „treue Helferin“, „Hälfte“ seiner selbst nannte Johannes Calvin seine Frau Idelette.

Dr. Achim Detmers
aus einer Unterrichtseinheit über Calvin und Zwingli
Das Leben Calvins auf zwei A4 Seiten für den Unterricht, einen Gemeindebrief oder ein Informationsblatt zum Auslegen in der Kirche

M 2 Lebenslauf Calvin. PDF
Wolfram Kötter, Herford
''Darum, wenn wir gut hier und da gesucht haben, finden wir keine besseren noch geeigneteren Gesänge als die Psalmen Davids'' (Johannes Calvin)
Die Reformatoren wollten – anders als in der katholischen Messe üblich – die Gemeinde der Gläubigen während des Gottesdienstes singen lassen. Dazu griffen sie auf die biblischen Psalmen zurück. Nachgedichtet und vertont wurden die alten Gebete zu populären Liedern - und sind mittlerweile z.T. im world wide web zu hören.

Barbara Schenck
Erkenntnisse der Studie „Kirche und Israel“ (2001) der reformatorischen Kirchen Europas
Johannes Calvin nutzte jüdische Kommentare für seine Auslegung des Alten Testaments, übernahm aber trotzdem die antijudaistische Rede von „den Juden“ als „Lügnern“ und „Verfälschern der Schrift“.

Barbara Schenck
Von Achim Detmers
Calvin dürfte - entgegen einer weit verbreiteten Meinung - sehr wohl Kontakt zu Juden gehabt haben und sich in der Auseinandersetzung mit ihnen eine differenzierte Meinung gebildet haben. Im Alter schlug diese aber wieder in Abschätzigkeit um.

Achim Detmers
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