Johannes Calvin war ein Tröster und Helfer für die Verfolgten seiner Zeit

Bukowski: ''Unrecht einfach geschehen lassen ist die schlimmste Form der Resignation!''


(Berlin, 12.07.09) Im ARD-Fernsehgottesdienst hat am heutigen Sonntag in der Französischen Kirche zu Berlin der Moderator des Reformierten Bundes Peter Bukowski über einen Lieblingspsalm des Reformators gepredigt. Anlässlich der Jubiläumsfeierlichkeiten zu Calvins 500. Geburtstag nutzte der Bukowski die Gelegenheit, mit Vorurteilen über Calvin aufzuräumen.

Gegen das Zerrbild des „Terroristen von Genf“ beschrieb Bukowski den Reformator als einfühlsamen und hilfsbereiten Menschen. Calvin habe in unzähligen Briefen Trost gespendet und auch Geld für die Verfolgten gegeben. In Genf habe er alle Hebel in Bewegung gesetzt, um Flüchtlingen einen neuen Anfang zu ermöglichen.

Psalm 68 und andere Psalmen seien Texte, mit denen sich die verfolgten Hugenotten Mut gemacht hätten. Aus diesen alten Texten der Bibel spreche Gott als einer, der sich den Verfolgten zuwendet: „Die Mächtigen, die Euch jetzt so sehr zu schaffen machen, sie sind begrenzt in ihrer Macht“, so laute die Botschaft. Gott die Ehre zu geben, mache die Menschen nicht klein, sondern stark, betonte Bukowski.

Auch heute gebe es verfolgte Christen, deren Schicksal angesichts der Fülle von Nachrichten aber leicht in Vergessenheit gerate. „Unrecht einfach geschehen lassen ist die schlimmste Form der Resignation!“ rief Bukowski den Zuhörenden zu und legte ihnen das regelmäßige Gebet und den persönlichen Einsatz für Glaubensflüchtlinge nahe.

Der Fernsehgottesdienst aus dem Französischen Dom bildete den Abschluss der zentralen Calvin-Feierlichkeiten, die mit der Vorstellung der Calvin-Briefmarke und einem Festakt der EKD in der Französischen Kirche am Freitag ihren Auftakt genommen hatten.

Die Predigt von Peter Bukowski.pdf

Ein etwas anderer Bericht von der zentralen Calvin-Feier – Teil 1

In der Französischen Kirche zu Berlin findet zur Stunde die zentrale Feier zu Calvins 500. Geburtstag statt. Der erste Beitrag kam von Peter Bukowski, dem Moderator des Reformierten Bundes. Er fragte nach der Wirkung Calvins in unsere Zeit hinein.
Ein etwas anderer Bericht von der zentralen Calvin-Feier – Teil 3

Bischof Dr. Wolfgang Huber, Vorsitzender des Rates der EKD, hat in seinem Vortrag anlässlich des Calin-Jubiläums betont, dass sich die calvinistische und die lutherische Konfession gegenseitig ergänzen.
Eine Fotogalerie

Calvins 500. Geburtstag wurde von Ulf Preuß und Georg Rieger im Bild festgehalten: Die Präsentation der Calvin-Sonderbriefmarke und der Festakt in der Französischen Kirche.
Staatsekretärin des Finanzministeriums lobt Calvin als großen Europäer

Die 70-Cent-Briefmarke mit dem Konterfei Johannes Calvins ist in einem Festakt im Haus der EKD feierlich der Öffentlichkeit vorgestellt worden.