Kolumne

Jede Woche eine klare Meinung. Hier die bisherigen Ausgaben zum Nachlesen.

Die Beiträge aus der Redaktion und von externen Autor*innen über aktuelles Zeitgeschehen, philosophische oder theologische Fragen.

Wie fromm bin ich eigentlich?

Zwischen den ''Hoch-Religiösen'' und dem Glauben der Schimpansen zieht die Kolumnistin fröhlich ihre Straße.
Die Mittwochs-Kolumne. Von Barbara Schenck

''Armut in Deutschland ist politisch gewollt''

Notat to go. Die Mittwochs-Kolumne. Von Barbara Schenck
Vor sieben Jahren war ich zum ersten Mal dabei als Helferin bei einem Frühstück für Bedürftige. Zurück an meinem Schreibtisch wird mir bewusst: Barbara, du hast bei einer "Suppenküche" mitgeholfen. Wie kann das sein? In unserem reichen Land? In einer schnuckelig gutbürgerlichen Kleinstadt wie Rinteln? Mittlerweile setzt der Gewöhnungseffekt ein: Das Frühstück für Bedürftige gehört zur reformierten Gemeinde wie die Rintelner Tafel samt Kleiderkammer zur Klosterstraße ein paar Meter weiter. Bereits vor zwanzig Jahren wurde in Berlin die erste Tafel, wie wir die Suppenküchen beschönigend nennen, gegründet.

Kann denn Rechtfertigung sexy sein?

Notat to go. Die Mittwochs-Kolumne. Von Barbara Schenck
"Wie bekomme ich einen gerechten Gott?" - Kribbelt's schon? In mir nicht. Selbst Martin Luther hat ja herausgefunden: die Frage ist falsch gestellt; denn Gott ist derjenige, der uns gerecht spricht, nicht einer, den wir durch unser Handeln gerecht stimmen müssen."

Meiner Tierliebe gehuldigt

Mittwochs-Kolumne von Barbara Schenck
Bekenne, ich gehöre zu denen, die mit Tieren sprechen: "Na Lisa, hast du gut geschlafen?" Unser Kaninchen sitzt auf seiner Fressplatte, einer alten Sandsteinschindel vom Kirchendach. Lisa blickt mich mit großen dunklen Augen an. Neben der Fressplatte gehört ihr auch die Küchenbank. Wer könnte es schon übers Herz bringen, so ein süßes Tier im Käfig einzusperren?

Schwarze Ecken und leere Flächen

Mittwochs-Kolumne. Von Barbara Schenck
Die rechte obere Ecke ist schwarz, darunter weiße Leere mit einem Satz, getippt im unregelmäßigen Anschlag einer Schreibmaschinenschrift: "Höhere Wesen befahlen: rechte obere Ecke schwarz malen!".

Wo ist mein Feminismus geblieben?

Mittwochs-Kolumne. Von Barbara Schenck
Vor zwanzig Jahren hab' ich mal feministische Theologie studiert. Heute arbeite ich halbtags, verdiene nur einen Bruchteil von dem, was mein Mann als Gemeindepfarrer zum Familieneinkommen beiträgt und verbringe dafür etwas mehr Stunden mit Haus und Kind.

Denken lernen, Sich-Entscheiden lernen

Mittwochs-Kolumne. Von Barbara Schenck
Was ist wirklich wichtig zu lernen? Die "Entscheidung" zu treffen "für das, worüber es sich nachzudenken lohnt", so David Foster Wallace*.

Kirche, Geist, Gelassenheit

Mittwochs-Kolumne. Von Barbara Schenck
Was braucht die Kirche? "Gelassenheit", so eine Antwort, die ich vom Kirchentag mitnehme. ChristInnen müssten sich darin üben, hinzunehmen, getragen zu sein, anstatt kaninchengleich auf die böse Schlange Demographie zu starren, die die Zahl der Kirchenmitglieder beständig dezimiert. Darin waren sich drei leitende Theologen aus Bremen, Leer und Oldenburg einig.

Was ist der Unterschied zwischen Gott und einem Historiker?

Kurz vor Eröffnung der Ausstellung ''Macht des Glaubens'' ein Blick in die Geschichte der Kurpfalz um 1600. Die Mittwochs-Kolumne von Barbara Schenck.
Einen dicken, nagelneuen Ausstellungskatalog zu 450 Jahren Heidelberger Katechismus halte ich in der Hand und eine Fülle von online Medien steht mir zur freien Verfügung. Dennoch gelingt es nicht, ein stimmiges Bild einzelner calvinistisch gesinnter Fürsten der Pfalz vor meinem inneren Auge zu sehen. Die Auskünfte der zitierten Quellen scheinen sich zu widersprechen und die Urteile der Historiker erst echt.

Glaube, Macht und Manna

Ist heute der Kairos für Frage 110 des Heidelberger Katechismus? Mittwochs-Kolumne von Barbara Schenck
"Macht des Glaubens", das ist kein Titel für ein Protestantentreffen im Jahr 2013. Dieses Motto gehört ins 16. Jahrhundert. Die Synthese von Glaube und Macht titelt die Ausstellung zum Katechismusjubiläum im Heidelberger Schloss. Dem 21. Jahrhundert bleibt das Manna der Wüste vorbehalten: "Soviel du brauchst".
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