Johannes Calvin und die Vorsehung

Die Prädestinationslehre kann sehr tröstlich sein.

Wenn Gott alles vorbestimmt hat, ist das Leben dann nicht sinnlos?

Calvin nimmt den reformatorischen Grundsatz auf, dass Glaube immer nur ein Geschenk Gottes ist, nie ein Verdienst des Menschen. Und er denkt weiter: Die Vorsehung könnte erklären, warum es Menschen gibt, die glauben und andere nicht. Gefährlich wird es, wenn Menschen die Erwählung für sich in Anspruch nehmen und anderen absprechen. In Wahrheit ist Gottes Erwählung ein "Geheimnis Gottes". Als solches kann es in Notsituationen tröstlich sein.

Predigt von Dietrich Neuhaus, Frankfurt/M

Die Lehre von der Erwählung ist ''himmlische Ruhe'', die Rede von der Verdammnis ist ''ein Wutschrei von denen in der Grube in das Angesicht ihrer Peiniger''. Viele von denen im ''Mini-Guantanamo'', in den Flüchtlingsunterkünften auf dem Frankfurter Flughafen, sind ''reif'' für ''die reformierte Erwählungstheologie in ihrer doppelten Gestalt'' als ''freche und trotzige Summe'' des Evangeliums.
Zum Einstieg ins Thema

Ein Text als Vorlage für den Gemeindebrief. Von Georg Rieger und Barbara Schenck

von Andreas Pangritz, Bonn
Prädestination, Erwählung, Verwerfung, "doppelte Prädestination" bei Johannes Calvin, Karl Barth und Friedrich-Wilhelm Marquardt

©Prof. Dr. Andreas Pangritz, Bonn (2009)
Von Reinhold Bernhardt
Vorlesung, gehalten am 12. März 2009 in Basel im Rahmen der Ringvorlesung ''Calvin und die Wirkungen. Glaube gestaltet Gesellschaft''

Barbara Schenck
Der 500. Geburtstag von Calvin und das Missverständnis von Max Weber
Links zu einem Zeitungsbeitrag für Le Monde diplomatique und ein Radiobeitrag für den WDR5. Beiträge von Christoph Fleischmann, Theologe und Journalist.
von Georg Pfleiderer, Basel
Aus dem 21. Jahrhundert blickt Pfleiderer auf das von Ernst Troeltsch in Anlehnung an Max Weber gefällte Urteil, der Calvinismus sei die Konfession der Moderne, während das Luthertum mit seiner Diffenrenz zwischen frommer Innerlichkeit und bedrohlicher modernen Welt die Moderne eher erleide als freudig gestalte.

Barbara Schenck
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