Kirche

... die Mutter aller Frommen - Ämter - Zucht - Ökumene

©Andreas Olbrich

Zur Kirche gehören …
''alle, die durch die Freundlichkeit Gottes des Vaters durch die Wirksamkeit des Heiligen Geistes in die Gemeinschaft Christi gelangt sind''.
(Institutio IV,1,3)

„… wenn die Kirche nicht leuchtet, halten wir sie schnell für erloschen und erledigt. Aber so wird die Kirche in der Welt erhalten, dass sie auf einmal vom Tode aufsteht, ja, am Ende geschieht diese ihre Erhaltung jeden Tag unter vielen solchen Wundern. Halten wir fest:  das Leben der Kirche ist nicht ohne Auferstehung, noch mehr:  nicht ohne viele Auferstehungen.“
(Kommentar zu Micha 4,6) 

 

 

 

Samstag, den 31.10.09: Reformationstag: Bitte keine Hierarchien!

Ein Beitrag von Christa A. Thiel, Augenblick mal! online

... die Kirchenzucht des Reformators kam ohne Disziplinierung aus
Von Michael Weinrich
Ein ungewohnter Blick auf den Reformator. Von Michael Weinrich
Kirche, wie Calvin sie versteht, ist: eine „mit vielen Gebrechen“ bedeckte Kirche, der Gott Heiligkeit verheißt; eine universale, ökumenische Kirche, die die Vielfalt lokaler Partikularkirchen umfasst; eine „Amtskirche“, in der kollegial die verschiedenen Aufgaben im Gemeindeleben wahrgenommen und Streitigkeiten in einem außergerichtlichen Schlichtungsverfahren (Kirchenzucht) beigelegt werden.
Von Robert M. Kingdon
Die Protokolle des Genfer Konsistoriums belegen seit vielen Jahren: Die Gemeindeleitung wirkte mit Calvin als ausgleichende, in Konflikten schlichtende Instanz, keineswegs als „Inquisitionsgericht“. Calvin und das Konsistorium waren auch Vermittler in Ehekonflikten und familiären Streitigkeiten.
Von Eva-Maria Faber, Chur
Was ist Kirche? Calvin antwortet: Die Kirche „ist die Gemeinschaft aller Heiligen, welche, über den ganzen Erdkreis und durch alle Zeiten zerstreut, doch durch die eine Lehre Christi und den einen Geist verbunden ist und an der Einheit des Glaubens und brüderlicher Eintracht festhält und sie pflegt“.
Ein Politiker, der mit grausamer Ungerechtigkeit regiert, muss gestürzt werden.
"Das Verhältnis der Kirche zu den weltlichen Fürsten und Mächten" - von François Dermange, Genf.
Calvins Lehre vom dreifachen Amt Christi und seiner Gemeinde
Berühmt berüchtigt ist Calvins Genfer Kirchenordnung unter dem Schlagwort der „Kirchenzucht“, vergessen schnell das eigentliche Anliegen der Kirchenordnung: die christliche Gemeinschaft zu gestalten als Leib Christi.
Von Hans-Joachim Kraus
Johannes Calvin sei in der Neuzeit der erste Repräsentant einer Israel-Theologie der Kirche, die den Dialog mit Juden aufnehme, hat der Alttestamentler und reformierte Theologe Kraus schon vor 20 Jahren festgestellt. Wichtige Impulse geben: 1) Calvins Auslegung des Alten Testaments mit Hilfe jüdischer Kommentare, 2) sein Festhalten an der Erwählung Israels, 3) sein Verständnis des „Gesetzes“ im Sinne der hebräischen Tora. Daneben steht die dunkle Seite in der Theologie des Reformators. Das Volk Gottes wird in der Erziehungsgeschichte zwischen Gott und Israel auf das Stadium der Kindheit festgeschrieben und vom erwachsen werdenden Christentum enterbt.
Von Eberhard Busch
Die moderne Demokratie entwickelte sich in Ländern, in denen der 'Calvinismus' verbreitet war.
Demokratie und prophetisches Wächteramt
Das reformierte Verständnis der Ämter in der Kirche prägte Calvin mit seinen Ausführungen zu den vier Ämtern: Pastoren, Lehrer, Älteste, Diakone.
Versöhnte Einheit
Calvin neben Ignatius von Loyola - wo gibt's denn so was? - In der Dorfkirche von Alt-Staaken in Berlin. Gabriele Mucchi, einer der Begründer des italienischen Realismo, entwarf mit über 90 Jahren ein Wandgemälde mit 12 Persönlichkeiten der Kirchengeschichte.
1 - 10 (21) > >>