Johannes Calvin und die Vorsehung

Die Prädestinationslehre kann sehr tröstlich sein.

Wenn Gott alles vorbestimmt hat, ist das Leben dann nicht sinnlos?

Calvin nimmt den reformatorischen Grundsatz auf, dass Glaube immer nur ein Geschenk Gottes ist, nie ein Verdienst des Menschen. Und er denkt weiter: Die Vorsehung könnte erklären, warum es Menschen gibt, die glauben und andere nicht. Gefährlich wird es, wenn Menschen die Erwählung für sich in Anspruch nehmen und anderen absprechen. In Wahrheit ist Gottes Erwählung ein "Geheimnis Gottes". Als solches kann es in Notsituationen tröstlich sein.

Zum Einstieg ins Thema

Ein Text als Vorlage für den Gemeindebrief. Von Georg Rieger und Barbara Schenck
Predigt von Dietrich Neuhaus, Frankfurt/M

Die Lehre von der Erwählung ist ''himmlische Ruhe'', die Rede von der Verdammnis ist ''ein Wutschrei von denen in der Grube in das Angesicht ihrer Peiniger''. Viele von denen im ''Mini-Guantanamo'', in den Flüchtlingsunterkünften auf dem Frankfurter Flughafen, sind ''reif'' für ''die reformierte Erwählungstheologie in ihrer doppelten Gestalt'' als ''freche und trotzige Summe'' des Evangeliums.

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